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Heilende Ölauszüge selbst herstellen
DIY natürliche Öle und Tinkturen

Heilende Ölauszüge

Ölauszüge (Mazerate) sind eine hervorragende Möglichkeit, um Beschwerden zu bekämpfen und der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Denn Fette und Öle werden nicht nur in der Küche verwendet, sondern sind auch ideal für Haut und Haare. Dies liegt vor allem an den guten Eigenschaften von Pflanzenölen und Fetten.

Dabei können sie natürlich auch bei gesundheitlichen Problemen zum Einsatz kommen. Genutzt werden können sie zum Beispiel in Haarkuren oder zur Herstellung von selbst gemachten Cremes oder Salben. Weiterhin dienen sie auch als heilsame Massage-Öle, um ihre Wirkung voll zu entfalten. Öle, die rein und naturbelassen sind, besitzen viele positive Eigenschaften.

Werden sie mit natürlichen Kräften von Heil- und Wildpflanzen angereichert, werden sie zu wahren Schätzen. In einem hausgemachten Ölauszug lassen sich die Wirkstoffe aus Früchten, Blättern, Blüten und Wurzeln lösen. So wird noch mehr wertvolles Rohmaterial für selbst gemachte Naturkosmetik gewonnen.

Welche Basis-Öle eignen sich für die heilenden Ölauszüge?

Wer heilende Ölauszüge selbst herstellen möchte, benötigt natürlich ein sehr hochwertiges Pflanzenöl. Dabei ist unbedingt auf die Haltbarkeit zu achten. Denn die heilenden Ölauszüge sind so lange haltbar wie das Öl. Wird das Öl schnell ranzig, eignet es sich nicht, um einen Ölauszug herzustellen. Dennoch ist es empfehlenswert das Mazerat innerhalb von sechs Monaten aufzubrauchen.

Sonnenblumenöl ist zwar überall erhältlich und auch sehr preiswert, hat aber den Nachteil, dass es nur etwa ein Jahr haltbar ist. Olivenöl hingegen ist bis zu zwei Jahren haltbar und hat auch noch den Vorteil, dass es zu den gesündesten Ölen überhaupt zählt. Es hat zahlreiche gute Eigenschaften, die für die heilenden Ölauszüge von Vorteil sind. Allerdings ist das Olivenöl nicht geruchsneutral. Wer lieber geruchsneutrale Öle bevorzugt, kann auf Mandel- oder Jojobaöl zurückgreifen, die ebenfalls bis zu zwei Jahre haltbar sind. Doch auch Argan-, Distel-, Sesam- oder Walnussöl eignen sich hervorragend für heilende Ölauszüge.

Welche Pflanzen eignen sich für Ölauszüge?

Je nachdem, welche Wirkstoffe die Ölauszüge besitzen sollen, ist es natürlich auch unterschiedlich, welche Pflanzen gesammelt werden müssen. Hierbei eignen sich

  • Ringelblumen
  • Schafgarbe
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Rosenblätter
  • Salbei

Natürlich sind auch viele weitere Pflanzen für heilende Ölauszüge verwendbar und können entweder bei Beschwerden eingesetzt werden oder aber sie werden als Basis für Pflegeprodukte verwendet. Während der Ringelblumen-Mazerat vor allem bei Wunden oder trockener Haut eingesetzt werden kann, ist ein Thymian-Mazerat bei Erkältungskrankheiten ein wahres Allroundtalent.

Die Heißmethode für heilende Ölauszüge

Die Heißmethode um heilende Ölauszüge herzustellen geht schnell und problemlos. Allerdings muss bei dieser Methode in Kauf genommen werden, dass die Inhaltsstoffe darunter leiden. Dennoch ist diese Herstellungsmethode für schnelle Ölauszüge ideal.

Zutaten:

  • Pflanzen nach Bedarf
  • hochwertiges Pflanzenöl wie etwa Mandel-, Oliven- oder Avocadoöl
  • ein Glas mit einem Schraubdeckel
  • eine dunkle Flasche mit Schraubverschluss

Herstellung:

  1. Sammeln Sie Pflanzen, wie etwa Lavendel oder Rosmarin, Kamille etc.
  2. Sortieren Sie die Pflanzen aus. Braune oder verwelkte Pflanzenteile sollten nicht verwendet werden.
  3. Nun die Pflanzen einige Tage trocken, damit die Feuchtigkeit komplett entweichen kann.
  4. Zerkleinern Sie die Pflanzenteile, geben Sie sie in das Glas mit Schraubdeckel und gießen sie mit Öl auf. Dabei müssen die Pflanzenteile komplett bedeckt sein.
  5. Einen Topf mit etwa 3 bis 4 cm Wasser befüllen und erwärmen – nicht kochen!
  6. Das Glas ohne Deckel in das warme Wasser stellen und auf circa 80 bis 90 Grad – nicht kochen!
  7. Nach einer Stunde das Glas aus dem Topf nehmen, verschließen und an einem warmen Ort aufbewahren. Hier sollte es etwa 4 Tage ziehen, damit sich die Wirkstoffe der Pflanzen voll entfalten können.
  8. Nach 4 Tagen die Pflanzenteile absieben (dies muss womöglich öfter gemacht werden, um Schwebestoffe herauszufiltern) und den Ölauszug in eine dunkle Glasflasche füllen.
  9. Die Flasche beschriften und bei Bedarf nutzen.

Wichtig ist dabei natürlich, dass der heilende Ölauszug an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahrt wird. Direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden, da es die Inhaltsstoffe stark beeinträchtigen kann.

Die Kaltmethode für heilende Ölauszüge

Die zweite Möglichkeit für heilende Ölauszüge herzustellen ist die Kaltmethode. Diese ist sehr schonend und die Inhaltsstoffe bleiben somit erhalten. Jedoch dauert diese Methode etwas länger. Heilende Ölauszüge sollten in der Regel immer in der Kaltmethode hergestellt werden, da sie gesünder und wirkungsvoller sind.

Zutaten:

  • Pflanzen nach Bedarf
  • hochwertiges Pflanzenöl wie etwa Mandel-, Oliven- oder Avocadoöl
  • ein Glas mit einem Schraubdeckel
  • eine dunkle Flasche mit Schraubverschluss

Herstellung:

  1. Pflanzen nach Bedarf sammeln und gut trocknen lassen. Dabei die braunen und verwelkten Pflanzenteile aussortieren.
  2. Die getrockneten Pflanzen zerkleinern, in das Glas mit Schraubdeckel geben und so viel hochwertiges Pflanzenöl aufgießen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind.
  3. Das Glas gut verschließen und mindestens vier bis fünf Wochen an einem warmen Ort stellen. Direkte Sonneneinstrahlung muss vermieden werden, da sich das Öl nicht über 40 Grad erhitzen sollte.
  4. Das Glas nun alle ein bis zwei Tage gut schütteln, damit die Wirkstoffe der Pflanzen freigegeben werden können. Außerdem wird die Gefahr der Schimmelbildung somit fast komplett ausgeschlossen.
  5. Beim Auftreten von Kondenswasser kann dies mit einem sauberen Tuch entfernt werden. Dazu einfach ein Küchenkrepp auf die Oberfläche des Öls halten und das Tuch saugt sich mit dem Kondenswasser voll.
  6. Nach vier bis fünf Wochen werden die Pflanzenteile abgesiebt. Dabei kann das Pflanzen-Öl-Gemisch über ein sauberes Tuch, durch einen Trichter abgegossen werden. Dieses Abgießen sollte mehrmals gemacht werden, dass auch die Schwebestoffe entfernt werden können.
  7. Nun den heilenden Ölauszug in eine dunkle Glasflasche mit Schraubdeckel füllen und an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren.

TIPP 1: Um die Haltbarkeit nochmals zu erhöhen, können einige Tropfen Vitamin E (Tocopherol) hinzugegeben werden.

Für reife und trockene Haut sind heilende Ölauszüge mit Centellakraut und Arganöl oder Granatapfelsamenöl hervorragend geeignet.

Für unreine und fettende Haut sind heilende Ölauszüge mit Lavendelblüten, Kamille und Schafgarbenkraut in Traubenkernöl hervorragende Helfer.

Wer lieber ein Duftmazerat herstellen möchte, benötigt nur 1 Vanilleschote und Kokos-, Mandel- oder Jojobaöl. Dabei wird die Vanilleschote fein zerkleinert und mit einem entsprechenden Pflanzenöl aufgegossen. Nun muss der Ölauszug bei 25 °C etwa vier Wochen lagern und immer wieder gut geschüttelt werden. Danach wieder absieben und in eine dunkle Flasche füllen. Der Vanille-Ölauszug ist ideal als Basis für Lippenbalsam, Körperbutter oder andere Pflegeprodukte.

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